Qi-Gong für die Wirbelsäule
Qi-Gong für die Wirbelsäule
Sicher ist, dass die Formen des Wirbelsäulen-Qi-Gong, die auf dem Markt angeboten werden und die ich selbst praktiziere und unterrichte, exzellent sind, ob Kreisen und Raupenübungen, Schwimmender Drache oder alle Drachenformen überhaupt.
Ein zentraler Aspekt der obengenannten, allgemein
Diese Achse, die die laterale Arbeit ergänzt, ist unverzichtbar, weil
1) sie die gängige Form der menschlichen Fortbewegung fördert. Anders als Tiere, die eine viel kompliziertere Form der Fortbewegung aufweisen und die vier Dimensionen nutzen, neigt der moderne Mensch zunehmend dazu, sich „autobahnlinear“ zu verhalten: immer geradeaus, Rückwärtsgang geht einigermaßen, links und rechts ... nur wenn es sein muss. Also auf gut Deutsch, ziemlich verkrüppelt, gemessen an dem, was unsere Tierwelt leistet, und es sieht nicht so aus, als sei Besserung in Sicht: Der neue Typ Mensch sitzt vor seinem PC-Gameboy-TV, hockt dort, sackt in sich zusammen, verwest bei lebendigem Leib. Die Muckibude könnte helfen, doch sind die meisten auch eher linear orientiert.
2) das Knochengerüst darauf ausgerichtet ist und letztlich, jagdtechnisch gesehen, die Angriff/Fluchtlinie darstellt.
3) wir, um auf einen Fachbegriff des Daoismus zurückzugreifen, vorn eine Yin- und hinten eine Yang-Energie haben.Dieser letzte Punkt wird bei den verbreiteten Formen des Rücken-Qi-Gong zu oft außer Acht gelassen.
Eine neue Bewusstwerdung dieser Achse auf der energetischen Ebene (im Sinne von Ying/Yang-Einheit) eröffnet immense Möglichkeiten eben darum, weil sie energetisch ist und im Körper die Blockaden auflöst.
Also, um es auf den Punkt zu bringen, die Frontal/Dorsal-Ebene, die ich in meiner Arbeit benutze, führt alle vier Hauptachsen der Bewegung zusammen. Sie ist die notwendige Basis für weitere „Winkelmöglichkeiten“ (z.B. diagonal), die dem Körper offenstehen.
Der moderne Mensch kann sich nicht mehr schlaff vor sich hinbewegen, dafür sind die neuen Zeit-Raum-Parameter viel zu kompliziert geworden. Was der Mensch u.a. in der Robotik geleistet hat, muss er auch für sich selbst anwenden: Sein Gehirn, wie seinen PC, neu programmieren, so dass seine Bewegungen bewusster werden und immer mehr verfeinert werden können.
Die Philosophin Malabou* schreibt zu Recht in ihren neuesten Büchern, dass der Mensch in den letzten Jahrzehnten zwar viel über das Gehirn geforscht hat, dass wir aber diese Erkenntnisse in unserem Alltag nicht umsetzen.
Auf dieser Ebene kann ich ruhig sagen, dass ich mein Gehirn immer wieder neu programmiere und dass mir die Bewegungsabläufe im Körper immer bewusster werden, ich meine Blockaden immer häufiger und schneller lösen kann. Dieses Wissen und Erkennen gebe ich gern weiter.
Jean Magro
Kurse am 24. September 2011 im Haus Uriel
Über die V.H.S Hildesheim
ab Wintersemester 2011, jeden Donnerstag 8.30- 10 Uhr
Beginn 06. Oktober
*Catherine Malabou: „Was tun mit unserem Gehirn?“ + „ La chambre du milieu: De Hegel aux neurosciences“
Telefon: 0 5121 / 288 942